ARIIOOL GmbH [ARIIO]

CEO: ARIIOOL
Members4
FoundedFeb 28, 2017 (9 years)
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Combat

Kills0

Losses2

Efficiency0%

Danger Ratio100%

ISK

Destroyed0

Lost21.24m

ISK Efficiency0%

Balance-21243562

Activity

Solo Kills0

Final Blows0

Combat Points0

Members4

Last 90 Days

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ISK Destroyed0

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Bio

Fr\xfcher war ich ein ausgesprochener Pessimist, schlechte Nachrichten aufsaugend wie ein trockener Schwamm. Pessimismuss ist die Messlatte, mit der ein jeder die Verr\xfccktheit der Welt misst. Mein Mass war durch die Ereignisse der letzten Jahre so weit gesunken, das selbst meine Vorstellung von einer idealen Welt ohne Krieg und Hunger in mir Beklemmungen ausl\xf6ste. Doch dann wurde alles anders. Da es weder eine Ank\xfcndigung noch einen zur Erinnerung stehenden Ausl\xf6ser gab, mag ich keine Gr\xfcnde f\xfcr den neuen Wesenszustand angeben. War es eine technologische Inovation, die gute Tat einer zuf\xe4llig vorbeikommenden Alienrasse, die uns aus Mitleid \xfcber unseren Kleingeist auf die n\xe4chste Evolutionstufe gesetzt hatte oder gar eine der beliebten gef\xfchlsechten reality Sims, die sich \xfcber das kollektive Netzwerk unkontrolliert verbreitet hatte? Alles war pl\xf6tzlich anders und doch f\xfchlte es sich vertraut und richtig an. Es war so berauschend, das mir erst nach "Tagen" auffiel, das ich weder gegessen noch getrunken hatte. Auch die unangenehme Pr\xe4senz meines K\xf6rpers hatte sich in ein schmeichelhaftes Gef\xfchl von schmerzloser Unbesiegbarkeit gewandelt. Mein Ged\xe4chtnis verw\xf6hnte mich mit einst liebgewonnenen Details, die mir Laufe der Jahre entglitten waren. Die Zust\xe4nde der Welt, die ich so verabscheut hatte, waren in einem nebul\xf6sem Schleier geh\xfcllt. Was hielt mich nun noch davon ab, meinen Zustand schlicht als Demez zu bezeichnen? Statt eines versinken im Erlebten und Vergangenem er\xf6ffnete sich mir Unbekanntes in einer noch nie wahrgenommen Intensit\xe4t. Wie ein Kind, das in seinen Tr\xe4umen die Kontrolle bewahrt, sich bewusst ist des tr\xe4umens und aktiv den Alptraum zum guten wendet, so war es mir pl\xf6tzlich ein Leichtes, die Kolonien auf Alpha Centauri zu erkunden, dem Fl\xfcstern der M\xf6nche Neu-Tibets neue Wahrheiten zu entlocken oder dem Gesang der Wale auf Terra zu antworten. Das war nicht alles, ich f\xfchlte eine neue Verbundenheit mit der Welt und allen dort existierenden Lebewesen. Wie einfach alles nun war, ohne Sorgen und dem t\xe4glichen Durcheinander sich einfach treiben zu lassen. Ein Traumtheater voller \xdcberraschungen, begleitet durch das zustimmende Summen der mich umgebenden Seelen. Nur ganz selten geschieht es, das eine b\xf6se Ahnung meine Unbeschwertheit wie ein Gedankenblitz durchschie\xdft und es ist mir jedesmal, als ob mir etwas entgangen war, etwas von gro\xdfer Bedeutung f\xfcr mich. Zeit hat nun keine Macht mehr \xfcber mich, ich bin mir sicher, das mich meine Wachtr\xe4ume bald von der Gegenwart entbinden, so wie ein Neugeborenes durch das Durchtrennen der Nabelschnur in eine neue Welt gef\xfchrt wird. Dann werde ich Vergangenheit und Zukunft erkunden und davon berichten k\xf6nnen.

Der leitende Chefarzt \xf6ffnete widerwillig den Verschluss der Patientenmappe. Es war jedesmal unangenehm und niemand sollte ihm erz\xe4hlen, es fehle ihm die n\xf6tige Routine bei solchen Formalit\xe4ten. Dann endlich \xf6ffnete sich der Verschluss und er verteilte unverz\xfcglich die Untersuchungsberichte wie einen Schutzwall auf seinem Schreibtisch. Es war ein gro\xdfer Schreibtisch, seinem Stand angemessen und wieder einmal verfluchte er den Umstand, das er als Chefarzt auch das folgende Gespr\xe4ch zu f\xfchren hatte. Aber so waren die Vorschriften nun mal. Der Summer der Sprechanlage holte ihn aus seinen Gedanken und er sprang auf, ging dann aber mit einge\xfcbtem sicheren Schritt zur T\xfcr und \xf6ffnete sie. Die Dame, die vor ihm stand, schaute ihn ausdruckslos an. "Kommen Sie doch herein, ich habe alles n\xf6tige vorbereitet. Es ist wirklich tragisch, in so jungen Jahren, aber Sie sind sich wirklich sicher, nach so langer Zeit im Koma, nun doch endg\xfcltig?" Was redete er f\xfcr einen Unsinn? \xb0Nun, es fehlt nur noch Ihre Unterschrift, hier und hier und dann noch hier. Sie haben doch die Patientenverf\xfcgung dabei?\xb0 Wie ein letzter verzweifelter Ausbruch ihrer Trauer schob sie den Umschlag gegen den Schutzwall aus Untersuchungsberichten und bendete damit das Warten auf das Erwachen.

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